Beratungsstellen im Land in Not – Die Zeit drängt!

Nr.4.70.1  | 12.07.2021  | STGT  | Städte- und Gemeindetag MV

Das Wohlfahrtsfinanzierungs- und -transparenzgesetz sieht die Übertragung der Finanzierungsverantwortung auf die kreisfreien Städte und Landkreise vor. Daher ist jetzt schnelles Handeln erforderlich! Immer mehr Ratsuchende und Hilfebedürftige nehmen die Leistungen der Beratungsstellen im Land in Anspruch, insbesondere auch aufgrund der Auswirkungen der Corona - Pandemie.

 

Mehrfach hat der Städte- und Gemeindetag M-V auf die durch die Gesetzesänderung bedingte Schlechterstellung der kreisfreien Städte hingewiesen. Diese Änderung hat eine deutliche Reduzierung der Beratungsangebote zur Folge, da das Land die Finanzierung bislang nicht flächendeckend auskömmlich vorsieht. „Das Land sollte endlich die Not in den Beratungsstellen vor Ort erkennen. Den kreisfreien Städten sind die Hände gebunden, wenn das Land weiterhin unnachgiebig daran festhält, den Städten kein Geld mehr für die Betreuung von Rat- und Hilfesuchenden aus dem Umland zu geben“, erklärt Andreas Wellmann, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages.

 

Der Verband bekräftigt daher nochmals seine Forderung nach einer Ergänzung des gesetzlich vorgesehenen einwohnerbezogenen Verteilerschlüssels, nicht zuletzt aufgrund der oberzentralen Funktion der beiden kreisfreien Städte. „Wir halten außerdem weiter daran fest, dass das Inkrafttreten des zweiten Abschnitts des Wohlfahrtsfinanzierungs- und tansparenzgesetzes und somit der Zeitpunkt für die Neustrukturierung der Beratungslandschaft im Land bis 2023 verschoben werden muss. Wir dürfen nicht vergessen, dass es um Hilfsangebote für die Menschen vor Ort geht, welche anderenfalls deutlich reduziert bzw. sogar wegfallen müssten. Hier steht auch das Land in der Verantwortung, dass es nicht soweit kommt“ so Wellmann weiter.

 

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung: Andreas Wellmann, Geschäftsführer (01 70) 76 71 000

Wir verweisen auf unsere PM vom 11. Juni 2021