MV steigt auf!

Erstes Treffen des Initiativkreises der AGFK MV (Foto: Hansestadt Rostock) Details anzeigen
Erstes Treffen des Initiativkreises der AGFK MV (Foto: Hansestadt Rostock)
Erstes Treffen des Initiativkreises der AGFK MV (Foto: Hansestadt Rostock)
Erstes Treffen des Initiativkreises der AGFK MV (Foto: Hansestadt Rostock)
Nr.6.30.19  | 20.12.2017  | STGT  | Städte- und Gemeindetag MV

Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Kommunen Mecklenburg-Vorpommern (AGFK MV) nimmt Fahrt auf. Das sich in Gründung befindende Netzwerk hatte am 12. Dezember zum 1. Arbeitstreffen des Initiativkreises nach Rostock eingeladen. Mit mehr als 20 Anmeldungen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern stieß die Veranstaltung schon im Vorfeld auf große Resonanz. Vertreter aus sechs Städten, einem Landkreis, sechs Beirats-Institutionen sowie dem Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung (EM MV) waren vor Ort und diskutierten über die zukünftige Agenda der Arbeitsgemeinschaft.

 Zum 1. November 2017 konnte die neu geschaffene Stelle eines Projektkoordinators für die AGFK MV besetzt werden. Damit konnte die Arbeit für das Projekt beginnen, welches im Hintergrund bereits seit längerer Zeit vorbereitet worden ist. Eine Förderung über 80.000 Euro für die kommenden zwei Jahre durch das Energieministerium ermöglicht nun die Finanzierung der neuen Stelle. Die Hansestadt Rostock stellt einen Arbeitsplatz und somit wichtige organisatorische und strukturelle Rahmenbedingungen zur Verfügung.

Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt in der Hansestadt Rostock, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Rostock: „Ich bin froh über die Förderung des Projektes durch das Land. Wir werden mit dem Netzwerk den Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen intensivieren und in Politik, Verwaltung und bei den Menschen das Bewusstsein für das Radfahren stärken.“

Steffen Nozon, Leiter der Stabsstelle Mobilitätsmanagement bei der Hansestadt Rostock, zeigte sich sehr erfreut über die Unterstützung und die rege Resonanz beim Auftakttreffen: „Über Jahre hinweg hat die Hansestadt Rostock gemeinsam mit anderen Initiatoren wie der Universitäts- und Hansestadt Greifswald und dem ADFC M-V an der Idee einer AGFK für das Land gearbeitet. Insofern ist es konsequent, dass der Projektkoordinator hier bei der Stadtverwaltung angesiedelt ist. Ich freue mich, dass nun die konkrete Arbeit beginnt und wir gemeinsam im neuen Jahr die ersten Kampagnen realisieren.“ Neben ersten Entscheidungen, z.B. über ein zukünftiges Logo, diente das Treffen vornehmlich dem Kennenlernen und Austausch sowie dem Sammeln von ersten Ideen und Projekten, die in den kommenden Jahren verfolgt werden sollen.

 Bei dem Arbeitstreffen stellte sich auch der neue Projektkoordinator Tim Birkholz den anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Initiativkreises vor. Birkholz verfügt über langjährige berufliche und ehrenamtliche Erfahrung als Radverkehrsexperte. „Ich möchte mich beim Initiativkreis für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und freue mich, meine gesammelten Erfahrungen für die Belange des Radverkehrs nun in Mecklenburg-Vorpommern einzubringen.“

 Die „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Kommunen Mecklenburg-Vorpommern MV“ besteht derzeit aus einem Initiativkreis mit den sieben Städten Schwerin, Rostock, Stralsund, Greifswald, Anklam, Neustrelitz und Bergen auf Rügen. Weitere Kommunen sind herzlich eingeladen, dem Netzwerk beizutreten. Für 2018 ist die offizielle Vereinsgründung geplant. Ziel und Zweck der neuen Arbeitsgemeinschaft ist die Vernetzung, Unterstützung und der fachliche Austausch sowie die Bündelung und der Ausbau von Kompetenzen beim Radverkehr. Außerdem soll die Relevanz und Sichtbarkeit des Radverkehrs auf politischer Ebene gestärkt werden. Sowohl Alltags- als auch Tourismusverkehr soll durch diesen Zusammenschluss eine Stärkung erfahren.

 Interesse an der Mitwirkung in einem Beirat haben u.a. der ADFC-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, die Landesverkehrswacht, der Städte- und Gemeindetag, der Tourismusverband und das Energieministerium bekundet. Als Vorreiter gelten die Bundesländer Nordrhein-Westfahlen, Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen, wo es bereits seit vielen Jahren ähnliche Arbeitsgemeinschaften gibt. Ebenfalls gestartet sind Arbeitsgemeinschaften in den Ländern Thüringen, Hessen, Brandenburg und Schleswig-Holstein.