Corona in Kitas

Nr.4.6  | 03.03.2022  | STGT  | Städte- und Gemeindetag MV

Trotz der durch die Ministerpräsidentenkonferenz zum 20.3.2022 in Aussicht gestellten Öffnungsschritte sieht die Infektionslage in Mecklenburg-Vorpommern insbesondere in Kitas noch anders aus. Experten aus Städten, Gemeinden, Landkreisen sowie dem Bildungsministerium sind sich daher einig, dass das Infektionsgeschehen in den Kindertageseinrichtungen des Landes trotz des bald überschrittenen Höhepunktes der aktuellen vierten Corona-Welle nun zu Einschränkungen bei den Betreuungsmöglichkeiten führen wird. 

„Angesichts der Öffnungsdebatte wollen wir das gemeinsam und klar kommunizieren, damit nicht ein falscher Eindruck entsteht. Wir wollen vor allem um das Verständnis der Eltern aber auch vieler Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber von Eltern mit kleinen Kindern werben, wenn die Kinder aufgrund von geschlossenen Einrichtungen zuhause betreut werden müssen.“ erklärt Andreas Wellmann, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages. 

„Auch wenn wir uns nun auf dem Höhepunkt befinden, bedeutet das auch, dass aktuell nicht nur viele Kinder in den Kindertageseinrichtungen sondern auch viele Erzieherinnen und Erzieher erkranken, und das wird in den kommenden Wochen noch so weitergehen. Für eine reguläre Betreuung fehlt bei der derzeitigen Infektionslage schlichtweg das Personal“, erklärt Wellmann weiter.

 

„Die Leitungen in den Kindertageseinrichtungen gehen sehr verantwortungsbewusst mit der Herausforderung um und versuchen, die Betreuung so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Dafür vielen Dank!“ so Wellmann weiter. „Wenn das allerdings nicht mehr geht, kann es zu Notbetreuungen kommen, bei der nicht mehr alle Kinder betreut werden können“. Die Entscheidungen darüber werden dann in Abstimmung mit den Jugendämtern erfolgen, die für die Eltern und Kinder auch darüber wachen, dass das Betreuungsangebot nur eingeschränkt oder im Extremfall eingestellt wird, wenn es keine anderen Möglichkeiten mehr gibt. Damit diese Hochinzidenzphase in den Kitas abgeflacht wird, werden alle Eltern gebeten, sehr sorgfältig darauf zu achten, dass bei Infektionsverdacht die Kinder die Kitas nicht besuchen und vor allem vorher Selbsttests zu Hause gemacht werden, wenn Symptome vorliegen. 

„Dies ist nun wieder eine Pflicht und eine Verschärfung gegenüber den bisherigen Empfehlungen“, so Wellmann. „Das mag unlogisch angesichts der vielen anderen Öffnungsschritte klingen, ist aber für die Phase der sehr hohen Infektionszahlen nun wieder zeitweise notwendig, um zu sichern, dass die Betreuungsangebote weitestgehend aufrechterhalten werden können.“ 

Dafür bitten Kita-Träger, Jugendämter und Elternvertretungen, die in der Expertengruppe Kita sind, um Verständnis. 

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung: Thomas Deiters, Stellv. Geschäftsführer (01 70) 76 71 004