Wir brauchen klare Botschaften und eine gute Kommunikation!

Nr.0.00.6  | 25.03.2021  | STGT  | Städte- und Gemeindetag MV

Der Vorstand des Städte- und Gemeindetages hat sich in seiner gestrigen Klausurtagung mit der Corona-Pandemie befasst. Die seit einem Jahr andauernde Krisensituation belastet die Bürgerinnen und Bürger, die kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Kommunalpolitik erheblich. Schließlich müssen die Maßnahmen vor Ort umgesetzt werden und die Auswirkungen vor Ort sind spürbar. Der Vorstand hat betont, dass das gemeinsame Vorgehen in Mecklenburg-Vorpommern stets eine Stärke war und die Diskussionen auf der Bundesebene dieses Bild beschädigen. Wichtig ist ein gemeinsames Vorgehen im Land. Dafür ist das Vertrauen der Menschen wichtig, damit diese aus Eigeninteresse die Regeln zur Kontaktbeschränkung, zum Tragen der Masken etc. einhalten. 

Gutes Krisenmanagement zeichnet sich durch Planbarkeit und Verlässlichkeit aus, um den Menschen die Aussicht zu geben, dass die Situation gemeinsam überwunden werden kann. Dafür müssen Zusagen des Bundes auch eingehalten werden, sei es bei der Impfstofflieferung, der Testbeschaffung oder den Wirtschaftshilfen. Die Kommunen leisten hier sehr viel, haben Impfzentren aufgebaut, sollen nun Bürgertests durchführen und müssen den Menschen dann immer wieder erklären, warum die pressewirksam verkündeten Versprechungen vom Bund nicht erfüllt werden können. Das frustriert vor Ort, weil hier der Staat als nicht leistungsfähig wahrgenommen wird, obwohl die Kommunen sich bemühen, dies zu erfüllen. 

„Es ist nun wichtiger denn je, dass nur das auf Bundesebene versprochen wird, was auch umgesetzt werden kann. Wir brauchen Verlässlichkeit, eine Aussicht und einen klaren Appell an die Bevölkerung, dass diese aus Eigeninteresse die Regeln einhält, sich weniger bewegt und auch einen einheitlichen Plan, wie es aus der Pandemie raus gehen kann“ bekräftigt der Vorsitzende Thomas Beyer. Denn es wird noch Monate dauern, bis genug Menschen geimpft sind. Zudem müssen die Regelungen verständlich sein. Genau das erreichen die vielen überregulierten Vorschriften nicht mehr und viele Menschen geben auf, sich kundig zu machen. Auch die Polizei und die Ordnungsämter sind überfordert, dem noch zu folgen, geschweige denn die Einhaltung flächendeckend zu kontrollieren. Darum müssen auch die Wirtschaftsbereiche, die bisher von Schließungen verschont sind und noch nicht testen, dazu verpflichtet werden, dass die Belegschaft in Präsenz auf Symptome geprüft und auch regelmäßig getestet wird. 

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung: Geschäftsführer Andreas Wellmann, (01 70) 76 71 000