Mehr Unterstützung für den Sport!

Sport bleibt eine wichtige Aufgabe der Städte und Gemeinden - Sportkonferenz des Städte- und Gemeindetages M-V

Nr.160531  | 31.05.2016  | STGT  | Städte- und Gemeindetag MV

„Der Breiten-, Vereins- und Freizeitsport liegt unseren Städten und Gemeinden besonders am Herzen.“, so Dr. Reinhard Dettmann, Vorsitzender des Städte- und Gemeindetages M-V, gestern auf der ersten Sportkonferenz des Städte- und Gemeindetages in Schwerin. Bürgermeister und Mitarbeiter aus Kommunalverwaltungen informierten sich über Sportentwicklung, Sportförderung, Integrationsmöglichkeiten im Sport, die Strukturen des Landessportbundes und des zuständigen Referates im Innenministerium. „Viele meiner Kollegen sind Vereinsvorsitzender und Bürgermeister in einem. Wir wollen mit dieser Fachkonferenz ein Zeichen setzen, dass der Sport und die Gemeinden zusammenstehen. Städte- und Gemeindetag, Innenministerium und Landessportbund sollten noch enger zusammenarbeiten. Wir können als Städte und Gemeinden gut von der Beratung unseres Innenministeriums zu den vielen Fördermöglichkeiten profitieren. Der Landessportbund kann den Gemeinden helfen, wenn es um Planung und Ausführung von Sanierungen oder neuen Sportanlagen geht. Wenn man dabei von Anfang an über den Schulsport hinausdenkt, die Sportvereine, die Bürger und die Nachbargemeinden, Innenministerium und Landessportbund bei den Planungen einbezieht, kann man am Ende sogar Geld sparen. Wenn bei einem Gemeindezentrum daran gedacht wird, dass man dort auch Sportkurse durchführen kann, gewinnen alle: die Bürger, die Vereine und die Gemeinde.“

Der Vorsitzende des Sportausschusses  des Kommunalverbandes Bürgermeister Thomas Beyer (Hansestadt Wismar) bekräftigte am Ende der Tagung, dass diese nur ein Auftakt für weitere Gespräche war. Künftig sollen auch die Sportbünde einbezogen werden. „Der Sport in der Gemeinschaft leistet viel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unseren Gemeinwesen. Gemeinden und Vereine stoßen hinsichtlich der Finanzierbarkeit sehr schnell an Grenzen. Der Sanierungsbedarf bei vielen Sportanlagen ist erheblich. Am Ende profitieren auch die Sozialkassen, wenn sich die Bürger gesund halten. Wir appellieren daher an das Land, die Finanzausstattung für den gesamten Sportbereich deutlich aufzustocken. “, so sein Resümee.

Andreas Wellmann, Geschäftsführer des Städte- und Gemeindetages M-V ergänzt, dass das große Interesse an der  Veranstaltung zeigt, dass der Sport ein Schwerpunktthema unserer Verbandsarbeit bleibt. „Viele gute Beispiele zur Integration kommen aus dem Sport. Sport verbindet, unabhängig von Herkunft und Sprache“, erklärt er den Mehrwert für alle Seiten. Wellmann warnt aber davor, so zu tun, als wenn man beim Sport viel Geld kürzen könne, nur weil einige Gemeinden pro Einwohner mehr Geld für den Sport ausgeben als andere. „Das liegt nicht nur an der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit, sondern auch an der sehr unterschiedlichen Mitgliederzahl in den Vereinen. Nicht jede Gemeinde muss eine Dreifachturnhalle unterhalten. Nur weil der Breitensport keine pflichtige Aufgabe ist, ist er nicht unwichtig.“

Besonderen Dank richtet der Verband an die zuständigen Mitarbeiter im Innenministerium und Landessportbund, welche für die kommunalen Sportbelange immer ein offenes Ohr haben.