Zweite Kommunale Sportkonferenz des Städte- und Gemeindetages M-V

Nr.5.50  | 01.08.2017  | STGT  | Städte- und Gemeindetag MV

Zweite Kommunale Sportkonferenz des Städte- und Gemeindetages M-V 

Am 18. Juni 2017 fand im Haus der Kommunalen Selbstverwaltung die zweite kommunale Sportkonferenz statt. Ca. 50 Teilnehmer aus dem ganzen Land hatten sich zusammengefunden, um über die Bedeutung des Sports und seine zukünftige Entwicklung zu diskutieren. 

In seinem Grußwort zu Beginn der Veranstaltung betonte der Vorsitzende Herr Dr. Reinhard Dettmann die Bedeutung des Sports für die gesamte Gesellschaft. Als Mitglied im Vorstand der Landesvereinigung der Gesundheitsförderung verwies er auch auf den großen Anteil des Sports an der gesundheitlichen Prävention für alle Generationen. Deshalb sei aus kommunaler Sicht auch die Förderung des Breitensports eine wichtige Aufgabe. 

Den ersten Impulsvortrag des Tages hielt Herr Uwe Lübking vom Deutschen Städte- und Gemeindebund. Herr Lübking betonte in seiner Rede die Chancen einer bewegungsfreundlichen Kommune, die er insbesondere den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Soziales und Standortfaktor zuordnete. In seinen Vorschlägen zur Erhöhung der Bewegungsfreundlichkeit schaffte er es, einen breiten und differenzierten Blickwinkel aufzuzeigen. Neben dem klassischen Sportunterricht beleuchtete er viele weitere Ansätze, Bewegung in den Alltag der Menschen einzubauen, sei es mit Radverkehrsförderung oder mit der Errichtung generationenübergreifender Sportangebote im öffentlichen Raum. 

Herr Torsten Haverland vom Landessportbund sprach anschließend über die aktuelle Situation bei uns im Land und legte so die Grundlage für eine angeregte Diskussion der Teilnehmer. Als Vertreter der Sportvereine lag sein Fokus auf dem organisierten Sport. In seinem Vortrag, aber auch in der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass zwei Themen besonders drückend sind. Auf der einen Seite ist dies die kommunale Sportinfrastruktur, welche zunehmend an Substanz verliert und für die er mehr Engagement des Landes forderte und zum anderen die Herausforderungen des Ehrenamtes. Beides sind Punkte, die auch den Kommunen und Bürgermeistern sehr wichtig sind. Zudem bedauerte Herr Haverland die geplante Schließung des Sportzentrums Neubrandenburg und machte deutlich, dass sich der Landessportbund für einen Weiterbetrieb einsetzen wird. 

Frau Karin Grübler als Abteilungsleiterin Sport im Bildungsministerium erläuterte die aktuellen Projekte. So stellte sie die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ vor, gab eine Übersicht über die laufenden Programme zur Förderung der Sanierung von Sportanlagen und über die wichtigsten Änderungen der Sportlärmverordnung. 

Am Nachmittag konnte Herr Dr. Dettmann dann die Sportministerin Frau Birgit Hesse begrüßen. Frau Ministerin Hesse stellte zunächst Eckpunkte der Sportförderung vor. Bei einem beliebten Thema der Bürgermeister, dem Geld, konnte sie zwei erfreuliche Nachrichten überbringen. So stellte sie für das nächste Jahr mehr Geld im Bereich der Sportförderung und zur Verbesserung der Infrastruktur eine interministerielle Arbeitsgruppe, die sich diesem Thema widmen soll, in Aussicht. Außerdem war der Ministerin der Ausbau der Ganztagesschulbetreuung gerade in ländlichen Gebieten wichtig. Sie sieht sie darin die Möglichkeit, Kindern abseits der vielen Angebote in den größeren Städten auch Angebote zur Bewegungsförderung zur Verfügung zu stellen. 

Anschließend stellte sie sich den Fragen der anwesenden Gäste, was diese gerne nutzten. Häufig geäußerte Themen waren dabei das kostenfreie, landesweite Schülerticket, eine verstärkte Förderung kommunaler Sportstätten und auch eine einheitliche Anlaufstelle bei Förderfragen. 

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung, wie Dr. Dettmann in seinem Schlusswort bilanzierte. Dabei stellte er auch gleich die Fortführung im kommenden Jahr in Aussicht.

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