25 Jahre Ämter als Garanten für die Selbstverwaltung kleiner Gemeinden

Nr.0.37.1  | 24.03.2017  | STGT  | Städte- und Gemeindetag MV

Am 27. März 1992 wurde die Amtsordnung für das Land Mecklenburg-Vorpommern verkündet, am 30. März 1992 die Landesverordnung zur Bildung von Ämtern und zur Bestimmung der amtsfreien Gemeinden. Damit schuf das Land Mecklenburg-Vorpommern vor genau 25 Jahren die Grundlagen für die heutige gemeindliche Verwaltungsstruktur.

 

Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltet der Städte- und Gemeindetag eine Fachtagung am Montag, den 27. März von 10.00 bis 16.00 Uhr im Bürgerhaus der Stadt Güstrow. Rund 100 Teilnehmer vor allem aus der Praxis haben sich bereits angemeldet. Dabei wird der frühere Abteilungsleiter der Kommunalabteilung im Innenministerium Dr. Thomas Darsow über das Entstehen der Amtsordnung und der Ämter berichten. In einem Blick über die Landesgrenzen wird das geschäftsführende Vorstandsmitglied des schleswig-holsteinischen Gemeindetages, Jörg Bülow über die Entwicklung der Ämter in Schleswig-Holstein und der Referatsleiter des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Jens Graf über die Entwicklung und Zukunft der Ämter im Land Brandenburg berichten. Das Land Brandenburg plant zurzeit im Rahmen einer Gemeindereform die Ämter abzuschaffen. In kurzen Erfahrungsberichten wird die Amtsvorsteherin Heidrun Teichmann (Amt Neuburg), der Leitende Verwaltungsbeamte Jens Behn (Amt Mecklenburgische Schweiz) und der Bürgermeister Horst Busse (Gemeinde Sülstorf) über ihre Erfahrungen mit den Ämtern berichten. Klaus-Michael Glaser vom Städte- und Gemeindetag wird Probleme im Verhältnis Amt und Gemeinde beleuchten und der neue Leiter der Kommunalabteilung im Innenministerium, Herr Jörg Hochheim wird in einem Ausblick die Auswirkungen des Leitbildgesetzes auf die Ämter darstellen.

 

Der Städte- und Gemeindetag als Veranstalter freut sich über die gute Resonanz auf seine Veranstaltungseinladung. Geschäftsführer Andreas Wellmann: „Vor 25 Jahren hat sich unser Landtag sehr klug gegen eine Gemeindegebietsreform von oben, sondern dafür für eine moderate Verwaltungsreform entschieden, die den Gemeinden ihre Selbstverwaltung beließ.“

Die Amtsbildung beruhte weitgehend auf freiwilligen Entscheidungen der betroffenen Gemeinden. Die Ämter wurden vor rund 12 Jahren noch einmal vergrößert. Die Verwaltungsstrukturen haben sich im Großen und Ganzen gut bewährt.

Wellmann: „Wir blicken am 27. März zurück auf diese 25 Jahre, überlegen aber auch wie sich die Ämter in den anderen beiden betroffenen Ländern entwickelt haben und wie die Zukunft der Ämter in unserem Land aussieht, wenn nach dem Gemeindeleitbildgesetz Gemeinden fusionieren und größere Ämtergrößen verlangt werden. Die 25 Jahre Ämter sind eine Erfolgsgeschichte für Mecklenburg-Vorpommern und unterscheidet sich wohltuend von der hart umkämpften und immer noch umstrittenen Landkreisneuordnung.“

 Rückfragen bitte an Klaus-Michael Glaser: 0385/30 31 224 oder 0170/ 767 1005.